Unter dem Motto “Kulturelle Bildung” machen wir eine Ostermontagsfahrt nach Bern ins Zentrum Paul Klee. Aus Judiths Buch der Kunstgeschichte weiss ich bereits, dass mich die Bilder Klees nicht vom Hocker reissen werden; aber die Architektur des 110 Millionenbaus interessiert mich schon. Die “Welle” ist perfekt in die Landschaft integriert, der Ausbau edel, aber nicht übertrieben. Mich beeindruckt, dass private Geldgeber, Industrie und die öffentliche Hand mit dem Segen einer grossen Mehrheit des Stimmvolks so ein Unterfangen heute überhaupt noch realisieren können.
“Der Eroberer“, offensichtlich stark geprägt vom Stil des befreundeten Kandinsky, gefällt mir dann doch noch so gut, dass ich ihn mir ins Wohnzimmer hängen würde. Doch dafür ist unser Haus vermutlich zu billig und unser Kulturbudget zu klein. Den Ausflug kann ich jedem, der nicht ein noch grösserer Kulturbanause als ich ist, jederzeit empfehlen.