Einmal Facebook und zurück

Facebook“Facebook ermöglicht es dir, mit den Menschen in deinem Leben in Verbindung zu treten und Inhalte mit diesen zu teilen.”

Auf eine längere Mail an eine Freundin erhielt ich als Antwort die Einladung, doch Facebook beizutreten. Da ich ein neugieriger (zumindest in technischer Hinsicht) Mensch bin, habe ich mich angemeldet und damit begonnen, mein Profil zu vervollständigen und dann “Freundschaften” aufzubauen mit Leuten, die ich aus dem realen Leben kenne. Die Plattform ist perfekt programmiert und absolut einfach zu bedienen. Schön gemacht ist auch die iPhone Application, mit der man jederzeit aktuelle Fotos ins virtuelle Leben einspeisen kann.

Doch braucht der Mensch so was wirklich? Die Kommunikation bewegt sich ungefähr auf dem Niveau einer durchschnittlichen SMS, nur noch unpersönlicher und oft unidirektional weil es die Allgemeinheit meist nicht interessiert, ob der Nachbar gerade Futter fürs Büsi gekauft hat oder es am Bodensee sehr kalt ist und man sich nach dem Frühling sehnt.

Einverstanden, kommunizieren tue ich relativ sparsam, dafür dann etwas ausführlicher und nur mit den Leuten, die mir auch etwas bedeuten. Und beim “Teilen von Inhalten” sollte man meiner Meinung nach sowieso nicht all zu naiv vorgehen. Es ist eine Frage der Zeit, bis sich der Personalchef nach Durchsicht der Bewerbung und “googeln” im Netz auch Facebook vornimmt. Ganz abgesehen von noch weniger gut gemeinten Absichten. Oder: wieso ziehen wir abends überhaupt noch die Vorhänge zu?

Ich habe auf “abmelden” geklickt.

3 thoughts on “Einmal Facebook und zurück

  1. Facebook hat aber den Vorteil, dass man mit Leuten aus dem realen Leben kommunizieren kann, ohne dass sie einem den letzten Schluck Glen aus der Flasche trinken…

  2. Wenn man den Ursprung von Facebokk kennt ist es eigentlich genial. Facebokk ist entstanden um mit Freunden welche weit weg wohnen (z.B. in einem anderen Land) in Kontakt zu bleiben. So ist Facebook vorallem bei Menschen welche gerade einen Sprachaufenthalt absolvieren oder im Outback sind ein absoluter Trend. Man kann so mit den Menschen die man kennen gelernt hat (sind ja Leute aus den unterschiedlichsten Länder) in Kontakt bleiben und man kann seinen Freunden Bilder oder Nachrichten aus der Ferne senden (Es hat nicht jeder einen Blog oder eine Website).

    Es bleibt aber fraglich, ob es sinnvoll ist mit seinen Freunden aus dem Dorf über Facebook zu kommunizieren…

    • Wenn ich recht informiert bin, hat Mark Zuckerberg die Plattform als virtuelles Klassenbuch geschaffen. Ich gebe dir im Grunde aber Recht. Problematisch ist einfach, dass ein ein Portal mit 140 Mio Nutzern auch allerlei Datensammler anzieht. Gemäss Wikipedia-Eintrag ist das CIA nicht ganz unbeteiligt. Und: “Trend” ist nicht immer gleichbedeutend mit “gut”.

      PS: deine originelle, aber gefakte Mailadresse habe ich mal gelöscht. Eine gewisse Paranoia hast du offenbar auch.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>