St.-Urban-Chilbi
Sonntag, 14. Oktober 2007
Langweilig ist anders: Am Freitag Abend kommen Oma und Opa von weit her angereist und sehen ihren Enkel das erste mal. Die Freude ist gross und Linus’ Geschenkebox auch. Merci vielmals an alle, die Linus mit den besten Wünschen und viel schönen Anziehsachen bedacht haben! Wenn wir am Wochenende Besuch aus deutschen Landen haben, dreht sich der Tagesablauf in der Regel um Essen, spazieren gehen, Essen und ganz wichtig: das Trinken nicht vergessen :-) Am Sonntag flieht unser Besuch bereits frühzeitig wieder vor dem nicht immer sehr friedlichen Enkel (oder ist der Schwiegersohn zu unflätig?), so bleibt uns noch Zeit, gemütlich mit unserem Pfupfi im Tragetuch an die St.-Urban-Chilbi zu pilgern. Den Zurli-Stand lassen wir diesmal aus und steuern direkt unseren Stammlieferanten an, der uns auch mit leckeren Sachen bedient (siehe Bild). Keine Angst, das wird nicht alles heute gegessen.
Eigentlich war Ostern ja ganz nett. Spaziergänge und einen Early-Morning-Walk mit dem Brüetsch, kleine Erfolgserlebnisse (Zimmer streichen), kulinarische Highlights (Fondue bei sommerlichen Temperaturen) und selbst Pflichtveranstaltungen wie Sommerräder montieren und Fuhrpark waschen lagen drin. Wären da nicht die immer stärker werdenen Zahnschmerzen unten rechts gewesen. Das erinnerte mich so sehr an die Symptome vor der Zahnwurzelbehandlung, die ich vor etwas über einer Woche geniessen durfte. Diesmal wartete ich nicht zwei Wochen und eine Packung Ponstan lang, sondern legte mich direkt am erstmöglichen Tag bei der Ferienvertretung meines Zahnarztes auf den Schragen. Eine Stunde später ist das Bohrloch wieder gestopft der Rest der blankgelegten Nerven sind provisorisch betäubt. Das war Termin Nr. 4 dieses Jahr, mindestens 2 weitere folgen noch. Und das alles ohne Karies…
Heute fahren wir nach Bern ins Botschaftsquartier. Judith braucht einen Pass mit dem neuen Familiennamen drin. Wir wissen, das kann dauern und um 11:30 Uhr wird der Schalter ohne Pardon geschlossen. Wir versuchen also kurz vor neun im von Armee, Polizei und Securitas bewachten Quartier einen Parkplatz zu finden. Glücklicherweise müssen wir uns nicht an der 30 Meter langen Schlange für Visabegehren anstellen. Die Security mit Metalldetektoren ist wie am Flughafen, jedoch im Rosengarten vor dem Gebäude etwas unfreundlicher untergebracht. Durch Schleusen kommen wir ins muffig riechende Wartezimmer und dürfen ein Ticket ziehen. Bereits eine Stunde später werden wir von einer freundlichen (Berner) Dame bedient. Da wir sämtliche Papiere korrekt beisammen und ausgefüllt haben, dürfen wir uns kurze Zeit später für eine weitere Stunde ins nächste Wartezimmer setzen.
Zugegeben, heute sind wir in Anbetracht des tollen Sonntagmorgens etwas spät aufgewacht. Dafür habe ich noch im Bett die ultimativen Lyrics auf SWR3 gehört: Everybody’s Free (to wear sunscreen). Hier die deutsche Übersetzung und weiter unten das Original