Sommerferien 2011 – erster Teil

Eigentlich hatten wir die ersten 7 Tage unserer Sommerferien in Neuharlingersiel an der Nordsee einen Campingplatz reserviert. Die Wetterprognosen haben uns aber umgestimmt, die Fahrtrichtung um 180° zu drehen. Über Genf und Montélimar fahren wir ein weiteres mal nach les Saintes-Maries-de-la-Mer auf unseren Lieblingscampingplatz dort. Das Checking ist etwas nervenaufreibend, aber der Andrang und die anwesende Security fordert seinen Tribut.

Das Wetter ist bisher meist schön, mit etwas Bewölkung durchzogen und gestern Abend kam ein Schauer, der den Sandsturm in eine Schlammpfütze verwandelt hat. Das bisherige Programm: Vorderreifen von Judiths Velo reparieren lassen, Apéro essen, Kaffee trinken, faul rumliegen, Linus an den Strand jagen, Apéro essen, Velotour zum 13 Km entfernten Leuchtturm unternehmen, Glacé essen, Kaffe trinken, Apéro essen … :-)

Südfrankreich

Während es zu Hause neblig trüb und kalt ist, machen wir uns für eine Woche auf in den Süden. Die Wetterkarten lassen nur an der Côte d’Azur auf taugliches Wetter schliessen. So fahren wir Freitag Abend durch den Gotthard, übernachten auf dem Rastplatz Gotthard Süd und machen uns dann auf den Weg nach Sanremo. Da ist das Wetter am Samstag und Sonntag noch etwas wechselhaft, aber meist trocken. Am Montag fahren wir weiter der Küste entlang gegen Westen und machen Halt auf einem Stellplatz in Saint Maxime, das mir meine Frau fälschlicherweise aber hartnäckig als Saint Tropez verkaufen will. Dienstag fahren wir an Monaco vorbei, das von Campern partout nichts wissen will (Ein S-Klasse Merz braucht fast ebenso viel Platz, wirft aber mehr ab). Etwas oberhalb von Port Grimaud finden wir dann den wunderschönen Camping Naïades, auf dem wir zwei Nächte bleiben. Von hier aus besuchen wir die Lagunenstadt Port Grimaud, machen eine Rundfahrt und einen Abstecher mit Taxi nach Saint Tropez. Wir sind über 800 Km von zu Hause weg und müssen langsam wieder nordwärts fahren. In Remoulins bleiben wir einen Nacht und besuchen bei schönstem Abendlicht den Aquädukt Pont du Gard. Von hier aus gehts dann durch die wunderschön herbstliche Stimmung der Provence bis ins triste und kalte Morges auf Schweizer Boden. Am Samstag fahren wir zu Hause vor. Es bleibt noch die Retablierung, welche wir in Rekordzeit hinter uns bringen. Über den Zustand des Wohnmobils sprechen wir jetzt aber nicht. Fazit: eine wunderschöne Reise von 1750 Km die sich gelohnt hat!

Wallistour Sommer 2010

Am Mittwoch Nachmittag gehts bei Regen los Richtung Westen. In Aigle machen wir auf dem TCS-Campingplatz Rast und sehen uns in einer regenfreien Zeit das Städtchen an. Am Donnerstag Morgen besichtigen wir das schön restaurierte Schloss – sogar Linus hält tapfer mit. Am Abend steuern wir den Stellplatz von St. Leonard an, um am Morgen darauf den grössten “Lac Suterrain” Europas per Ruderboot zu befahren. Am Freitag machen wir in wirklich toller Umgebung bei Crans-Montana auf dem Camping Moubra Station. Am Samstag fahren wir per Gondel auf  den Cry d’Er. Spontan entscheiden wir uns, den Weg downhill mit dem Kinderwagen statt mit der Gondel zu wagen. Ein Fehlentscheid und Belastungstest für Material, Nerven und Muskeln. Linus hat von den waghalsigsten Manövern (fast überhängend) schlafend im Wagen nichts mitgekriegt.

Camping auf Korsisch

Auf Campingplätzen in Europa stösst man auf die unterschiedlichsten Standards. Sowohl bei den Sanitäranlagen wie auch bei der Elektroversorgung der Stellplätze. Da gibts vorbildliches und sträfliches zu sehen. Hier ein eher schlechteres Beispiel von Porto:

Bündnerland-Tour 2009

Wie dem vorhergehenden Post entnommen werden kann, versuchen wir das Bündnerland von Westen her aufzurollen. Die Tage in Chur waren schön, der Ausflug auf den Hausberg Brambrüsch herrlich. Den Campingplatz können wir ohne Vorbehalte weiterempfehlen, insbesondere an Familien mit kleinen Kindern.

Von Chur gehts weiter in die Lenzerheide auf den TCS-Campingplatz. Auch dort werden wir Linus-gerecht direkt neben den Spielplatz gesetzt. Wir testen einige Bergbahnen und Sessellifte sowie sämtliche Rutschbahnen, Schaukeln, Sandkästen…. Im Prinzip bleibt das Betätigungsfeld die ganzen Ferien über identisch, nur die Rutschbahnen ändern Form, Farbe, Höhe, Wellen und Kurven :-)

In St. Moritz legen wir einen Spontanstopp ein und verbringen zwei Tage im teuersten Bergpflaster der Schweiz. Einziger Vorteil des Campingplatzes ist die Nähe zum Ort, ansonsten würde mich hier gar nichts halten. Der Preis für den Platz ist offenbar ausgereitzt und den ortsüblichen Bodenpreisen angepasst. Zum Angebot passt er jedenfalls nicht.

Nur einen kurzen Hüpfer entfernt erreichen wir nach einem Abstecher auf den Flugplatz Samedan den Campingplatz Plauns in Pontresina. Etwas vom Ort entfernt liegt er idyllisch zwischen kleinen Bächen, Seen, Wäldern und mit prächtiger Sicht auf den Morteratschgletscher. Hier gefällt es uns so gut, dass wir bis zu unserer Heimreise bleiben. Der Platz ist jeden Franken wert und wird von uns ganz bestimmt wieder heimgesucht!

Ferienauftakt

Unsere Abreise verschieben wir wegen akutem Dauerregen auf den Sonntag und genießen am Samstag bei aufklarendem Abendhimmel ein Fondue. Am Sonntag heisst unser Ziel Chur. Doch das Strassenbauamt legt uns Stolpersteine in den Weg, was zu grösseren Staus führt. Dafür finden wir einen prima Campingplatz vor, der überhaupt nicht überfüllt ist. Unser WoMo steht ziemlich im Lot und direkt neben dem Spielplatz, was Linus natürlich sehr freut. Unser erster Ferientag ist ein voller Erfolg, das Wetter toll und die Bergkulisse um uns rum Top.

Stau vor ChurWoMo ausnivellieren mit iPhone

Ab in den Süden…

7. Mai 2009
Die Fahrt in den Süden durch den fast leeren Gotthardtunnel ist unspektakulär und entspannt. Selbst Linus hat keine Probleme mit der Fahrt. Der Camping Delte in Locarno ist höchstens zu 10% belegt, es ist alles grün, tipptopp gepflegt und ruhig. Nach einem Spaziergang an die Seepromenade in Locarno geniessen wir den Abend. Linus hat in fremder Umgebung Einschlafprobleme und hält fast länger durch als sein Papa.

8. Mai 2009
Mit dem Kursschiff fahren wir über viele Umwege nach Ascona. Dort setzen wir uns in die neu entstandene Lounge am See und geniessen zum Apero einen Schluck Weissen und Pistazien. Ein wirklich schönes Ambiente – selbst bei Regen würden die Sitzgruppen unter der Brücke zum Faulenzen einladen. Linus macht uns die Freude am Mittag einzuschlafen, so dass wir uns im Al Faro eine Pizza gönnen. Später auf einer Bank am See kommt ein Team von “Rutzky TV” mit einem schrägen Vogel in russischer Uniform auf uns zu. Er wolle Werbung für seinen Ferienort am Schwarzen Meer machen und witzelt vor laufender Kamera, ob sich ein Schweizer mit einer Deutschen denn vertrage und ob der Sohn nun Franzose sei? Ich nahm ihm die Show nicht so richtig ab und siehe da, etwas später klärt mich ein älterer Herr auf, dass das eine Vorbereitung für die Sendung “SF bi de Lüt” sei und einzelne Szenen am 23. August im Fernsehen zu sehen seien. Wir sind ja gespannt, ob unser Spross da auch zu sehen ist :-)

10. Mai 2009
Nach einem weiteren ruhigen Tag im Delta mit viel Picknick und Spielplatzbesuchen fahren wir nach Sirmione am Gardasee. Hier ist es für unsere Verhältnisse schon fast zu warm und der Campingplatz ist auch besser gefüllt als im Tessin. In Italien und insbesondere auch auf diesem Platz ist man sehr bemüht, kinderfreundlich zu sein. Wieso aber der Tarif für ein 19 Monate altes Kind 80% von dem der Erwachsenen beträgt und dann nicht mal eine Waschgelegenheit für Kleinkinder vorhanden ist (“benutzen Sie doch ein Spülbecken”) ist uns schleierhaft.

11. Mai 2009
Nach einem Marathon mit Kinderwagen verpassen wir den Bus nach Sirmione um 1 Minute. Aber mit dem nächsten werden wir bequem direkt vor die Stadtmauer des historischen Zentrums gefahren. Am Morgen ist das schöne Städtchen sogar noch ruhig und beschaulich. Erst ab Mittag werden die Touristen mit Reisebussen angekarrt. Das ist genau der Zeitpunkt, an dem wir uns wieder auf den Weg zurück zum WoMo machen. Am Abend schläft Linus im Kinderwagen, während wir gemütlich unsere Calzone verdrücken. Anschliessend haben wir noch eine nette Unterhaltung mit Nachbarn. Er, 75 Jahre, aus Dresden ist mit seiner Partnerin seit 4 Jahren jedes Jahr 7 Monate mit dem WoMo unterwegs durch Europa. Seit kurzem filmt er HD und benötigt danach die ganzen 5 Monate Winterzeit, um daraus am Computer ein paar Stunden spannenden Film zu machen (er war leitender Angestellter des grössten Kinoprojektor-Herstellers). Die zwei sind noch extrem fit, laufen viel und fahren mit den mitgeführten E-Bikes rum. So wünscht man sich den Ruhestand!

12. Mai 2009
Wir fühlen uns in diesem Campingplatz mit hohem Zaun und weit weg von einem Ort etwas wie in einem Gefangenenlager und machen uns auf an den Lago d’Idro. Hier sind wir zwar wieder frei und ruhiger könnte man sich Camping gar nicht vorstellen. Aber nach einem längeren Spaziergang am Nachmittag und Judiths Bad im kalten Bergsee ziehts uns am folgenden Tag wieder weiter. Hei, das ist übrigens unser Hochzeitstag, fast hätte ich es vergessen!

13. Mai 2009
Dani Minger im “Camper’s Backoffice” gibt uns den Tip, nach Lana bei Meran zu fahren. Das machen wir denn auch und quartieren uns auf dem Südtiroler Viersternplatz gemütlich ein. Das Ortszentrum ist hier bequem zu Fuss erreichbar und es gibt wunderschöne Wanderwege zu einem Wasserfall und den Rebbergen entlang. Hier wird natürlich auch ab und zu eine Stärkung fällig (Bild).

15. Mai 2009
Die Rückkehr hats auf unseren Reisen meist in sich. Diesmal wollen wir via Ofen- und Flüelapass nach Hause. Der Blick in die Strassenustandsmeldungen gibt uns grünes Licht, sogar das Backoffice empfiehlt diese Route. Doch in Zernez steht “Flüela geöffnet, 11 bis 18 Uhr geschlossen”. Zudem kommt gleich der ganze Klamauk des Giro d’Italia vorbei. Nach dem Wenden kommen in der Tat sämtliche Sponsoren und Mannschaftswagen, begleitet durch die italienische Polizei. Diesem Tross fahren wir nun hinterher bis nach Silvaplana, wo wir über den Julier nach Chur fahren um Abends um 19 Uhr nach 9 Stunden Fahrt und Pausen müde zu Hause ankommen. Linus meistert die Strecke allerdings recht gut. Einen so zufriedenen Eindruck wie auf dem Bild macht er allerdings doch nicht immer.

Sommertour 2008

19. Juli 2008
Um 11 Uhr ist gepackt, es geht los! Unser Ziel ist irgendwo im Elsass, wir planen getreu dem Motto “wo wir parken sind wir zu Hause”. In Belfort kennen wir bereits einen guten Campingplatz, den wir am frühen Nachmittag nach einer schönen Fahrt durch kleine Dörfer anpeilen. Der Etang des Forges ist allerdings momentan eine tiefergelegte Wiese. Er wurde trockengelegt und wird jetzt ausgebaggert, da er über die Jahre weg mit Sedimenten vollgelaufen ist. Macht nichts, Continue reading

Gardasee und Venedig, Juni 2008

7. Juni 2008
Linus auf dem BeifahrersitzKurz vor neun ist alles gepackt, Sohnemann mit Schoppen versorgt und im Sitz verstaut. Das Wetter ist zum Reisen optimal, die Scheibenwischer putzen die Sonnenstrahlen regelmässig von der Frontscheibe. Am Gotthard staut es sich zu unserem Erstaunen und wir nehmen kurzentschlossen die Ausfahrt Göschenen und schieben unser Schneckenhaus den Pass hoch. Beim Hospiz machen wir bei 2°C Aussentemperatur eine Schoppenpause, bevor wir wärmerem Gefielden zu steuern. Bei Milano ist es dann 28°C und ziemlich schwül. Anschliessend fahren wir in ein tüchtiges Gewitter, bevor wir bei leichtem Nieselregen in Lazise auf “unserem” Campeggio die Municipale ankommen. Continue reading

Deutschland – Holland 2007

Samstag, 21. Juli
Rheinfall Den Wecker überhören wir zweimal, bevor wir uns aus dem Bett wagen. Nach dem Frühstücken packen wir und Judith kauft noch die letzten Vorräte fürs WoMo ein. Um 12:30 fahren wir los Richtung Bodensee. Der Verkehr hält sich sehr in Grenzen, schliesslich stehen alle am Gotthard gen Süden. In Schaffhausen machen wir einen ungeplanten Stopp und besuchen wieder einmal den Rheinfall. Es fliessen aktuell 596 m3 pro Sekunde über die Felsen, das ist eine Menge Wasser! In Allensbach-Hegne finden wir einen Campingplatz direkt am See. Die “Parzelle” ist so gross, dass ich knapp ums Auto herum laufen kann ohne über Zeltschnüre zu stolpern. Für 18 Euro ohne Strom eine knappe Leistung – aber es ist halt Hochsaison. Kurz nach dem Abendspaziergang ins Dorf und zurück regnet es sich ein, es folgen Donnergrollen und Blitze. Das beruhigt das Campingplatz-Leben ungemein. Continue reading