Der Biodiversitätstag findet dieses Wochenende zum zweiten mal in Roggwil statt. Zwischen zwei Regengüssen machen wir uns mit dem Bähnli auf nach St. Urban und arbeiten uns von Infostand zu Infostand durchs Rottäli und via Crêpe-Stand vom Zulauf im Dorf wieder nach Hause. Ansonsten standen die Zeichen eher auf Nahrungsaufnahme und Regeneration, wie den Bildern zu entnehmen ist. Natürlich wurde auch noch gearbeitet, aber dazu mehr im nächsten Blog.
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Wahlen
Auf dem Gang durchs Dorf wird man momentan etwas öfters und besonders freundlich gegrüsst – es geht auf die Wahlen zu. Nachdem Judith kürzlich mit meiner Anleitung die ersten eidgenössischen Abstimmungen erfolgreich an der Urne mitgemacht hat, lag heute für die (brieflichen) Gemeindewahlen noch viel Steigerung drin. Mit Hilfe von smartvote.ch haben wir herausgefunden, welche Parteien ihre Meinung am besten vertreten. Dann also Listen aus dem Block reissen, Namen streichen, kumulieren und panaschieren was das Zeug hält und das ganze mit Wahlausweis unterschrieben korrekt ins Couvert zurück. Das nass-trübe Wetter eignet sich für einen ausgedehnten Spaziergang durchs Dorf, natürlich am Briefkasten der Gemeindeverwaltung vorbei. Ich vermute nur leider, so gewissenhaft und überlegt zu wählen ist nicht die Regel, sondern die Ausnahme. Aber das muss der frischgebackenen Schweizerin ja nicht als Massstab dienen.
Ich mache mir auch gleich ein paar Gedanken zur Wahl:
- wenn es nur auf das Marketing ankäme, hätten wir demnächst 7 Gemeinderäte der SP
- warum brauchts in einer <4000 Seelen Gemeinde überhaupt Parteipolitik? Ich wähle kluge und kompetente Köpfe, egal welcher Farbe!
- Ich bin erfreut, dass in unserer Gemeinde mehr Kandidaten als zu besetzende Sitze sind. Vielen Dank auf diesem Weg!
Ostern
Unser Garten ist jetzt mehrheitlich der Meinung, dass der Frühling begonnen hat. Das nehmen wir zum Anlass, es den Tulpen gleich zu tun und uns in der Sonne etwas breit zu machen. Kurz kommt der Gedanke auf, an Ostersamstag den Rasen zu mähen und zu vertikutieren. Doch ein Blick hinters Haus macht klar, dass der Rasenmäher vermutlich bis zum Auspuff im Sumpf einsinken würde.
Kartenwahnsinn
Früher trug der Mensch einen Lederbeutel mit Goldstücken auf sich. Heute verlagert sich der Schwerpunkt auf mehr oder weniger nützliche Plastikkarten. Weil mein Portemonnaie beinahe platzt, mache ich einen Kassensturz: 14 Karten, welche zusammen 61 Gramm wiegen und es auf die stattliche Dicke von 11.4 mm bringen. 3 Bank- und Kreditkarten, 2 Ausweiskarten, 1 Transponderkarte, 5 Kundenkarten (auch das Halbtaxabo ist eine), 3 Versicherungskarten (inkl. Organspenderausweis). Auf die Gefahr hin, dass ich bei einem Spontaneinkauf in einem Möbelgeschäft auf Rabatt verzichten muss oder meine Niere verbrannt statt rezykliert wird, mache ich jetzt Tabularasa!
Frühlingsbeginn
Vor ein paar Tagen war Frühlingsanfang, Ruedi bloggt bereits wieder von in der Früh singenden Vögeln und schwärmt von der Sommergarerobe der Damen. Nur die Natur hält sich nicht an die Spielregeln. In weiser Voraussicht habe ich am Samstag Nachmittag mein Training wieder mit der Schneeschaufel absolviert, damit ich am Sonntag früh meine persönliche Krankenschwester zum Dienst fahren könnte. Doch mein Babybenz sass nach 2 Meter Fahrt auf dem Vorplatz bereits auf. Judith stapfte mit Wanderschuhen durch den kniehohen Schnee zum Bähnchen und ich erlöste meine Nachbarn mit dem Lärm der Schneeschaufel von dem Schlaf um 06:30 (es ist Sonntag!). Um 07:45 erwachten dann schliesslich auch meine Steuergelder (nicht bös gemeint, liebe Leute von der Gemeinde!) und räumten einen knapp autobreiten Weg an unserem Haus vorbei frei. Beim Schaufeln macht man sich so seine Gedanken, wie die Schneeräumung zu rationalisieren wäre, doch ich fand, weder Dynamit noch der Flammenwerfer macht hier Sinn. Weitere Einfälle?
Mein treuester Freund
…ist mein innerer Schweinehund! Doch heute habe ich ihn ausgetrickst und den Hometrainer, welchen ich vor fast zwei Jahren angeschafft habe, unter der Kellertreppe hervorgeholt. Die Trainingsrunde startete ich gekonnt mit einer elektromechanischen Übung – ich wechselte die Batterie des “Computers”. Den Puls von 160 hatte ich nach erstaunlich kurzen 2 Minuten, die erste Schweissperle fiel nach 12 Minuten zu Boden (was für die Saugkraft meines Haars spricht) und nach 22 Minuten hatte ich das selbstgesteckte Ziel für heute erreicht. Ich bin gespannt, welcher Wille mit zunehmendem Alter grösser wird – meiner oder der meines Schweinehundes.
Der Namensvetter
Mir ist schon klar, dass in der Schweiz noch mindestens 20 Typen mit “meinem” Namen rumlaufen, den Vornamen mehr oder weniger so geschrieben, wie ich meinen. Aber auf den einen könnte ich gerne verzichten. Der treibt sich mal da, mal dort herum und hinterlässt einfach nur Schulden. Heute hat sich ein kleines Einkaufszenter in Altdorf vorsichtig bei mir erkundigt, ob ich vielleicht derjenige bin, dessen aktuelle Adresse sie suchen. Continue reading
Feinstaubproduktion
Seit der Bernische Regierungsrat am 7. Februar die Sofortmassnahmen gegen die überhöhte Feinstaubkonzentration wieder aufgehoben hat, dürfen wir unseren Seelenwärmer wieder in Betrieb nehmen. Nicht, dass wir in unserem Low-Energy-Haus frieren würden, aber der Rotwein mundet vor dem Kamin einfach noch besser als sonst.







