Ein Politiker, der aus den Schlagzeilen kommt, stellt eine medienwirksame Forderung. Ein Popsternchen heiratet, trennt sich oder wird schwanger, wenn es nicht mehr im Radio gespielt wird und der Papst gibt die Kondome frei. Was tut der einfache Bürger, wenn es still wird um ihn? Das Bild lässt es vermuten, er lässt sich das Haus rot streichen! Farbe polarisiert die Meinungen. Mein Maler bringt es auf den Punkt: früher war es gewagt, dem Weiss einen leichten Graustich beizumischen. In den 80ern musste man schon mit leichtem Ockerbraun Aufsehen erregen und wer heute Mut beweisen will, malt sein Haus Gelb. Und weil jeder Neubau gewagt und somit Gelb ist, leuchtet unser Haus jetzt in einem schicken Rot. Unser Maler honoriert den Mut mit der Adresszeile “Casa Fantastico” auf der Rechnung. Ein gutes Zeichen?
nicht alles ist heute besser als früher, aber schön ist, dass es in der Bauerei wenigstens in der Farbgebung nicht mehr so stier zu geht.
Wer weiss, wenn mich der sunset über dem Weissenstein mal anödet, drehe ich mich einfach um und proste dem red-house alias casa fantastico zu
Der rote Signalbau erleichtert mir mein Leben sehr. Musste ich früher umständlich den Weg zu meinen vier Wänden erklären, funktioniert das heute in einem Satz.
“Ich wohne unterhalb dem roten Haus”
Bei mir geht die Wegbeschreibung folgendermassen: direkt oberhalb vom Erdrutschgebiet in der Schmitten!